Gefangen im Wartezimmer: Du stehst am Bahnhof, der Zug fährt ein, aber du kannst nicht einsteigen.

Genau so fühlt sich Handlungsunfähigkeit an – besonders, wenn man in einer Affäre mit einem verheirateten Mann steckt.

Du stehst im „Wartezimmer“ deines Lebens.

Die Tage vergehen mit Warten auf Nachrichten.

Hoffen auf heimliche Treffen.

Und der ständigen Frage nach: “ Wann trennt er sich?“

Obwohl der Schmerz wächst, fühlst du dich wie gelähmt.

Warum ist das so und wie brichst du den Kreis?

ICH dachte, es ist sooo große Liebe. Ja Liebe war es, gepaart mit….

 

Warum die Lähmung in einer Affäre so tief sitzt

Dass du nicht handeln kannst in einer Affäre, entsteht nicht durch Schwäche, sondern durch eine psychologische Dynamik:

Die „Währung“ des Wartens:

Du hast soo viel Zeit und Energie in diese Affäre investiert, so viel geweint, dass sich ein Aufgeben wie ein totaler Verlust anfühlt.

Du wartest weiter, um den Einsatz „zurückzubekommen“.

Intermittierende Verstärkung:

Er gibt dir nicht viel, aber wenn er dir Aufmerksamkeit schenkt, ist es intensiv.

Dieses emotionale Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip wirkt im Gehirn wie eine Sucht.

Es hält dich in der Hoffnung, dass der große Durchbruch – ihr kommt richtig zusammen – kurz bevor steht.

Der Verlust des Selbstwerts:

Je länger du auf dem zweiten Platz stehen bleibst, desto mehr glaubst du unbewusst, nicht mehr verdient zu haben.

Das raubt dir die Kraft, für dich einzustehen.

Die Illusion der Fremdbestimmung: 

Solange er sich nicht bewegt und du bleibst, habt ihr beide eine Wahl getroffen. Für die Affäre.

Er hat sich für das bequeme Doppelleben entschieden, und du dich für das Wartezimmer.

DU hast IMMER eine Wahl.

Nur Du entscheidest über dein Leben.

Du bist nicht handlungsunfähig, weil du es nicht kannst, sondern weil du Angst vor der Konsequenz (dem endgültigen Verlust) hast.

Du blockierst dich selbst. Du nimmst dich selbst nicht wichtig.

 

Wie kommst du da raus?

Du musst dich auf DICH konzentrieren. RADIKAL. Vom WIR zum ICH. Von IHM zu DIR.

Hör auf zu analysieren was jedes Wort, jede Antwort, jeder Blick zu bedeuten hat. Was seine Blicke sagen, oder auch nicht.

Frag dich : Was brauche ich, damit es mir gut geht? UNABHÄNGIG von ihm.

Du hattest ein Leben VOR ihm, da gab es Spaß und schöne Momente….

Setze Grenzen. Fang klein an. Sag Verabredungen ab, die dir zu kurzfristig oder nur zu seinen Bedingungen angeboten werden.

Du darfst spüren, wie es sich anfühlt, wieder NEIN zu sagen.

Schau dir die Realität an: Was verspricht er? Was tut er? Taten zählen, nicht Worte.

Deine Wünsche an diese Affäre sind das eine, aber du musst dir ansehen, wie die Wahrheit aussieht.

 

Der erste Grundsatz ist, dass du dich selbst nicht zum Narren halten darfst –

und du bist der Mensch, den du am einfachsten täuschen kannst.

(Richard Feynman)

 

FAZIT: Du steuerst dein Leben.

Handlungsunfähigkeit fühlt sich an wie ein Gefängnis, aber die Tür ist nicht abgeschlossen.

Du hältst die Klinke in der Hand.

Sobald du akzeptierst, dass du ihn und seine Entscheidungen nicht kontrollieren kannst – aber deine eigenen – , gewinnst du deine Freiheit zurück.

Welche Entscheidung triffst du heute? Welchen ersten Schritt machst du in Richtung Freiheit?

 

Liebe Grüße

Petra :o)